Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB)
Nicole Haines Fotografie, Inhaberin Nicole Haines, Goethestr. 19, 63846 Laufach
Diese AGB gelten für Firmen- und für Privatkunden. Wenn du Verbraucher bist (also privat und nicht für dein Gewerbe buchst), gelten für dich zusätzlich die Besonderen Bestimmungen für Verbraucher in Abschnitt 12.
1. Geltungsbereich und Begriffe
1.1 Diese AGB gelten für alle Verträge über fotografische Leistungen, Bildbearbeitung, die Lieferung von Bilddateien sowie individuell angefertigte Druckprodukte (z. B. Prints, Alben) zwischen Nicole Haines Fotografie (nachfolgend „Fotografin“) und dir als Kundin oder Kunde.
1.2 Verbraucher ist, wer den Vertrag zu privaten Zwecken schließt. Unternehmer ist, wer den Vertrag zur Ausübung einer gewerblichen oder selbstständigen Tätigkeit schließt.
1.3 Abweichende Bedingungen der Kundin/des Kunden gelten nur, wenn die Fotografin ihnen ausdrücklich schriftlich zustimmt.
2. Vertragsschluss
2.1 Angebote der Fotografin sind freibleibend. Der Vertrag kommt zustande, wenn die Fotografin eine Anfrage oder Buchung schriftlich (auch per E-Mail) bestätigt oder mit der Leistung beginnt.
2.2 Der konkrete Leistungsumfang (z. B. Art des Shootings, Dauer, Anzahl der final bearbeiteten Bilder, Produkte) ergibt sich aus dem individuellen Angebot bzw. der Buchungsbestätigung.
3. Leistungen und Mitwirkung
3.1 Die Fotografin erbringt ihre Leistung mit größtmöglicher Sorgfalt und nach eigenem künstlerischem Gestaltungsspielraum (Bildauffassung, Bildausschnitt, Umsetzung).
3.2 Du wirkst im erforderlichen Umfang mit (z. B. pünktliches Erscheinen, notwendige Informationen, Bereitstellung von Räumen/Personen, sofern vereinbart). Verzögerungen oder Mehraufwand, die du zu vertreten hast, können gesondert berechnet werden.
3.3 Verlängert sich die für die Durchführung des Auftrags vorgesehene Zeit aus Gründen, die die Fotografin nicht zu vertreten hat (z. B. verspätetes oder ausbleibendes Erscheinen, fehlende Aufnahmeobjekte, Witterungsverhältnisse bei Außenaufnahmen), wesentlich, so kann die Fotografin eine angemessene Erhöhung der Vergütung verlangen.
4. Preise und Zahlung
4.1 Es gelten die im Angebot bzw. in der Buchungsbestätigung genannten Preise. Preise gegenüber Verbrauchern verstehen sich als Endpreise inklusive gesetzlicher Umsatzsteuer; Preise gegenüber Unternehmern zzgl. der jeweils geltenden gesetzlichen Umsatzsteuer.
4.2 Durch den Auftrag anfallende Nebenkosten (z. B. Reisekosten, besondere Requisiten, Fremdleistungen) werden gesondert ausgewiesen, sofern vereinbart.
4.3 Anzahlung / Reservierungsgebühr: Insbesondere bei Hochzeiten und bei größeren Aufträgen kann eine Anzahlung bzw. Terminreservierungsgebühr in Höhe von 30 % der vereinbarten Vergütung verlangt werden. Sie wird mit dem Angebot mitgeteilt und ist zur Reservierung des Termins fällig. Die Anzahlung wird auf die Gesamtvergütung angerechnet.
4.4 Sofern nichts anderes vereinbart ist, ist die restliche Vergütung nach gemeinsamer Abstimmung am Shooting-Tag oder mit Übergabe der finalen Bilder zu zahlen.
5. Termine, Terminverschiebung und Absage
5.1 Vereinbarte Termine sind verbindlich. Eine Terminverschiebung ist nach Absprache möglich; die Fotografin bemüht sich um einen zeitnahen Ersatztermin.
5.2 Absage (Storno): Sagst du einen fest vereinbarten Termin ab, kann die Fotografin nach § 648 BGB die vereinbarte Vergütung abzüglich ersparter Aufwendungen verlangen. Eine bereits gezahlte Terminreservierungsgebühr kann als Ausgleich für den freigehaltenen Termin und den bis dahin entstandenen Aufwand einbehalten werden.
5.3 Hochzeiten: Wegen des langfristig und exklusiv freigehaltenen Termins, der bei kurzfristiger Absage praktisch nicht mehr vergeben werden kann, gilt folgende gestaffelte Ausfallpauschale (bezogen auf die Gesamtvergütung; eine gezahlte Reservierungsgebühr wird in jedem Fall einbehalten und angerechnet):
- Absage bis 6 Monate vor dem Termin: 30 %, mindestens die Reservierungsgebühr
- Absage 6 bis 3 Monate vor dem Termin: 50 %
- Absage 3 bis 1 Monat vor dem Termin: 75 %
- Absage weniger als 1 Monat vor dem Termin: 90 %
5.4 Sonstige Shootings: Für alle übrigen Shootings gilt:
- Absage bis 14 Tage vor dem Termin: kostenfrei (auf Wunsch Terminverschiebung)
- Absage 14 bis 2 Tage vor dem Termin: 30 % der vereinbarten Vergütung
- Absage weniger als 48 Stunden vor dem Termin oder Nichterscheinen: 50 % der vereinbarten Vergütung
5.5 Nachweisvorbehalt: Dir bleibt in jedem Fall der Nachweis vorbehalten, dass der Fotografin kein oder ein wesentlich geringerer Schaden entstanden ist. In diesem Fall reduziert sich der zu zahlende Betrag entsprechend.
5.6 Kann die Fotografin einen Termin aus Gründen, die sie nicht zu vertreten hat (z. B. Krankheit, höhere Gewalt), nicht wahrnehmen, wird ein Ersatztermin angeboten. Bereits gezahlte Beträge werden angerechnet oder – wenn kein Ersatztermin zustande kommt – erstattet. Weitergehende Ansprüche sind in diesem Fall ausgeschlossen, soweit gesetzlich zulässig.
6. Lieferung und Leistungszeit
6.1 Die Auslieferung der final bearbeiteten Bilder erfolgt in der Regel innerhalb von ca. 2–3 Wochen nach dem Shooting bzw. nach der Bildauswahl. Diese Angabe ist ein unverbindlicher Richtwert und kein Fixtermin.
6.2 Die Fotografin arbeitet als selbstständige Einzelunternehmerin; kurzfristige Verzögerungen (z. B. durch Krankheit) sind möglich und werden dir zeitnah mitgeteilt. Ein Fixtermin gilt nur, wenn er ausdrücklich schriftlich als solcher vereinbart wurde.
7. Bildauswahl, Bearbeitung, Archivierung und Reklamationen
7.1 Die Auswahl und Bearbeitung der Bilder erfolgt durch die Fotografin nach ihrem künstlerischen Ermessen. Ein Anspruch auf Herausgabe unbearbeiteter Dateien (RAW/Rohdaten) oder auf nicht ausgewählte bzw. Ausschussaufnahmen besteht nicht, sofern nicht ausdrücklich vereinbart.
7.2 Der Umfang der Bearbeitung ergibt sich aus dem gebuchten Paket. Zusätzliche oder abweichende Bearbeitungswünsche können gesondert berechnet werden.
7.3 Archivierung der Bilddaten: Die Fotografin archiviert die final gelieferten Bilddateien nach Abschluss des Auftrags für einen Zeitraum von bis zu 10 Jahren, um dir bei Bedarf Nachbestellungen oder eine erneute Bereitstellung zu ermöglichen und zur Dokumentation ihrer Urheberschaft. Grundlage hierfür ist ein berechtigtes Interesse der Fotografin (Art. 6 Abs. 1 lit. f DSGVO); Näheres regelt die Datenschutzerklärung.
7.4 Eine Verpflichtung zur Archivierung oder zur dauerhaften Verfügbarkeit der Bilddateien besteht nicht. Es wird empfohlen, die gelieferten Bilder zusätzlich selbst zu sichern. Für den Verlust von Bilddateien, die du selbst nicht gesichert hast, übernimmt die Fotografin keine Haftung.
7.5 Du kannst der Archivierung jederzeit widersprechen bzw. die Löschung deiner Bilddaten verlangen (Art. 17 DSGVO), soweit dem keine überwiegenden berechtigten Interessen der Fotografin oder gesetzlichen Aufbewahrungspflichten entgegenstehen. Nach einer Löschung sind Nachbestellungen nicht mehr möglich.
7.6 Künstlerische Gestaltung: Bildauffassung, Bildauswahl und Bearbeitungsstil liegen im künstlerischen Ermessen der Fotografin. Reklamationen, die sich allein gegen die künstlerische Bildauffassung oder den Bearbeitungsstil richten (Geschmacksfragen), sind ausgeschlossen und stellen keinen Mangel dar.
7.7 Mängel und Nacherfüllung: Ein Mangel liegt nur bei einem objektiven, technischen Fehler der gelieferten Bilder vor (z. B. fehlerhafte Schärfe, wo diese geschuldet ist, oder das Fehlen ausdrücklich vereinbarter Aufnahmen). Bei einem berechtigten Mangel ist die Fotografin zur Nacherfüllung durch erneute Bearbeitung oder erneute Bereitstellung der betroffenen Bilder berechtigt. Die Wiederholung eines nicht wiederholbaren Ereignisses (z. B. Hochzeit, Neugeborenen- oder Ereignisaufnahmen) ist ausgeschlossen; ist eine Nacherfüllung unmöglich, richten sich die Rechte des Kunden nach den gesetzlichen Bestimmungen (insbesondere Minderung).
7.8 Rügefrist (Unternehmer): Ist der Kunde Unternehmer, sind offensichtliche Mängel unverzüglich, spätestens innerhalb von vier Wochen nach Erhalt der Bilder, schriftlich (auch per E-Mail) zu rügen. Nach Ablauf dieser Frist gelten die Bilder in Bezug auf offensichtliche Mängel als genehmigt.
8. Nutzungsrechte und Urheberrecht
8.1 Das Urheberrecht an allen Aufnahmen verbleibt bei der Fotografin. Sie räumt dir für den vertraglich vereinbarten Zweck ein einfaches, nicht ausschließliches und nicht übertragbares Nutzungsrecht an den gelieferten, final bearbeiteten Bildern ein.
8.2 Private Nutzung: Als Privatkundin/Privatkunde darfst du die gelieferten Bilder für private Zwecke frei nutzen, vervielfältigen und – auch online – veröffentlichen. Ausgenommen ist der Weiterverkauf der Bilder.
8.3 Kommerzielle Nutzung durch Dritte: Eine Nutzung der Bilder durch fremde Unternehmen zu Werbe- oder sonstigen kommerziellen Zwecken (z. B. Bewerbung durch die abgebildete Firma eines Dritten) bedarf der vorherigen Zustimmung der Fotografin und einer gesonderten Vergütung der geänderten Nutzung.
8.4 Bearbeitung: Eine nachträgliche Bearbeitung, Verfälschung oder Verfremdung der gelieferten Bilder durch Dritte (z. B. Filter, Ausschnitte, Retusche über die gelieferte Fassung hinaus) ist nicht gestattet (§§ 14, 39, 62 UrhG).
8.5 Urhebernennung: Bei einer öffentlichen, insbesondere online erfolgenden Nutzung der Bilder ist die Fotografin als Urheberin zu benennen bzw. zu verlinken („© Nicole Haines Fotografie“ bzw. Verlinkung des Profils). Dies ist verpflichtend (§ 13 UrhG).
8.6 Übergang mit Bezahlung: Die eingeräumten Nutzungsrechte gehen erst mit vollständiger Bezahlung der vereinbarten Vergütung auf den Kunden über. Bis dahin ist eine etwaige Nutzung der Bilder nur widerruflich gestattet.
9. Werbliche Nutzung der Bilder durch die Fotografin
9.1 Verbraucher (Privatkunden): Eine Nutzung deiner Bilder zu Werbezwecken – online wie offline – der Fotografin (z. B. Portfolio, Website, Instagram, Facebook) erfolgt ausschließlich mit deiner gesonderten, freiwilligen Einwilligung. Diese wird nicht durch diese AGB erteilt, sondern separat erfragt und ist jederzeit mit Wirkung für die Zukunft widerrufbar.
9.2 Unternehmer (Firmenkunden): Die Fotografin ist berechtigt, die im Auftrag entstandenen Aufnahmen als Referenz und zu eigenen Werbezwecken – online wie offline – (z. B. Portfolio, Website, Social Media) zu nutzen, sofern der Kunde dem nicht in Textform widerspricht (Opt-out).
9.3 Abschnitt 9.2 gilt nicht für Aufnahmen, auf denen einzelne Personen (z. B. Mitarbeitende, Geschäftsführung) erkennbar abgebildet sind. Für die werbliche Nutzung solcher Personenaufnahmen ist zusätzlich die gesonderte Einwilligung der jeweils abgebildeten Person erforderlich; der Firmenkunde kann diese nicht mit Wirkung für die abgebildete Person erteilen.
9.4 Bestehen berechtigte Geheimhaltungsinteressen des Firmenkunden (z. B. noch nicht veröffentlichte Produkte oder Kampagnen), stimmt die Fotografin den Zeitpunkt der werblichen Nutzung mit dem Kunden ab bzw. berücksichtigt einen entsprechenden Widerspruch.
10. Haftung
10.1 Die Fotografin haftet unbeschränkt bei Vorsatz und grober Fahrlässigkeit sowie bei der Verletzung von Leben, Körper oder Gesundheit.
10.2 Bei einfacher Fahrlässigkeit haftet die Fotografin nur bei Verletzung einer wesentlichen Vertragspflicht (Pflicht, deren Erfüllung den Vertrag prägt und auf deren Einhaltung du vertrauen darfst), und der Höhe nach begrenzt auf den vertragstypisch vorhersehbaren Schaden.
10.3 Eine darüber hinausgehende Haftung ist ausgeschlossen. Die Haftung nach dem Produkthaftungsgesetz bleibt unberührt.
11. Datenschutz
Informationen zur Verarbeitung deiner personenbezogenen Daten findest du in der Datenschutzerklärung unter nicolehaines.de/datenschutzerklaerung.
12. Besondere Bestimmungen für Verbraucher
Dieser Abschnitt gilt zusätzlich, wenn du Verbraucher bist (private Buchung).
12.1 Widerrufsrecht bei Dienstleistungen (Shooting): Bei Verträgen über ein Shooting mit fest vereinbartem Termin besteht kein gesetzliches Widerrufsrecht, da es sich um eine Dienstleistung im Zusammenhang mit Freizeitbetätigungen zu einem bestimmten Termin handelt (§ 312g Abs. 2 Nr. 9 BGB). Für Absagen gilt Abschnitt 5.
12.2 Widerrufsrecht bei individuellen Produkten (Prints/Alben): Für Druckprodukte, die individuell nach deinen Wünschen aus deinen Shooting-Bildern angefertigt werden, besteht kein Widerrufsrecht (§ 312g Abs. 2 Nr. 1 BGB), da es sich um nach Kundenspezifikation angefertigte, personalisierte Waren handelt.
12.3 Verbraucherstreitbeilegung: Die Fotografin ist nicht verpflichtet und nicht bereit, an einem Streitbeilegungsverfahren vor einer Verbraucherschlichtungsstelle teilzunehmen (§ 36 VSBG).
12.4 Gewährleistung: Gegenüber Verbrauchern gelten die gesetzlichen Gewährleistungsrechte. Du bist gehalten, die gelieferten Bilder unverzüglich nach Erhalt zu prüfen und erkennbare Mängel zeitnah mitzuteilen; deine gesetzlichen Rechte werden hierdurch nicht verkürzt. Für Bilddateien, die du nach der Lieferung selbst nicht sicherst und verlierst oder löschst, besteht keine Haftung der Fotografin (siehe Abschnitt 7.4).
13. Schlussbestimmungen
13.1 Änderungen und Nebenabreden bedürfen der Textform.
13.2 Sollte eine Bestimmung dieser AGB unwirksam sein oder eine Lücke enthalten, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen unberührt. An die Stelle der unwirksamen oder fehlenden Bestimmung tritt die gesetzliche Regelung.
13.3 Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland. Für Verbraucher gelten zusätzlich die zwingenden Verbraucherschutzvorschriften ihres Aufenthaltsstaates.
13.4 Ist die Kundin/der Kunde Unternehmer, ist Gerichtsstand der Geschäftssitz der Fotografin.
Stand: September 2026